Oh man!!! Gestern hat mich die Ex von Pauls Vater angerufen, also die Mutter von zwei von Pauls Halbgeschwistern. Tja, war sehr interessant, was sie erzählte. Wobei interessant nicht wirklich das passenste Wort ist. Anscheindend stimmt mein Verdacht, dass Pauls Vater es mit der Wahrheit nicht so genau nimmt. So wie es ausssieht, hat er mir einige Unwahrheiten über seinen Vergangenheit aufgetischt. Warum? Um sich selbst besser zu präsentieren in einigen Punkten vielleicht. Aber einige Lügen machen für mich keinen wirklichen Sinn, da die Wahrheit für mich keinen Unterschied gemacht hätte bzw. sogar besser gewesen wäre… Nun, bestimmt habe ich ihn nur falsch verstanden… Ach was…. Mich sollte dies nicht wirklich wundern, aber ganz ehrlich: ich bin doch sehr entäuscht. Mir ist Wahrheit und Ehrlichkeit so wichtig und das habe ich ihm immer gesagt. Er wusste das! Und bei einigen Punkten habe ich auch explizit gesagt, dass ich bitte die Wahrheit hören möchte. Aber er ist wohl so. Und doch bin ich so enttäuscht. Ich hatte ihm geglaubt. Und wenn er schon die gar nicht so wichtige Vergangenheit „beschönigt“ hat, liegt es doch sehr Nahe, dass er mir auch sonst eine Menge Lügen aufgetischt hat. Anscheinenend hatten alle meine Freunde mit ihrer Meinung über Pauls Vater recht. Und ich war einfach unglaublich dämlich. Es tut echt weh.
Und was seine Frau angeht… Was ich da erfahren habe: Oje! Zumindest lasse ich mich wegen dem Ehebruch nicht mehr sonstwie beschimpfen. Das alles hat es nämlich schon einmal gegeben: Fremdgehen, Trennung von der schwangeren Freundin, trotz „Entscheidung“ Affäre mit der Ex, Probleme Kontakt zu den sitzengelassenen Kindern aufzubauen usw. Nur eben mit Ex und nun Ehefrau statt mit mir… Ein Wiederholungstäter also. Sie kann sich also nicht wirklich wundern, wenn sich die Geschichte wiederholt. Und wer weiß, ob es da nicht noch mehr Frauen gab???
Was ich überhaupt von der Ehefrau halten soll, weiß ich nicht. Ich kann es auch nicht leiden, über Leute zu urteilen, die ich nicht bzw. kaum kenne. Nun, was ich aber gestern so alles noch erfahren habe. Oh man… Aber ich wollte sie ohnehin bis auf weiteres nicht in die Nähe von Paul lassen, da ich ihr nicht traue. Wie es aussieht, habe ich sogar noch zu gut über sie gedacht… Aber wie gesagt, ich bin da noch etwas verwirrt. Ich kenne sie doch kaum…
Ich wünsche mir für Pauls Vater aber immer noch, dass er glücklich wird mit seinem Leben. Es scheint für mich nämlich nicht so, dass sein Leben für ihn wirklich rund läuft. Ich weiß, dass es seine Sache ist sein Leben zu ändern, wenn es ihm nicht gut geht. Aber wenn ich Menschen mag, dann mache ich mir schon Sorgen, wenn es ihnen nicht gut geht… Völlig bescheuert in seinem Fall ich weiß. Schließlich hat er mich angelogen, sehr verletzt und will auch null von Paul und mir wisssen. Aber wenn ich jemanden in mein Herz schließe ändert sich dies doch nicht sofort… Bevor hier wieder was falsch verstanden wird: Nein, ich will ihn ihr nicht „wieder wegnehmen“. Mögen und mögen ist doch nicht immer das Selbe.
Wahrscheinlich bin ich auch die letzte Person von der er Hilfe annehmen möchte. Aber ich wäre gerne eine Freundin und eine Hilfe für ihn. Und ich meine Freundin nicht Geliebte! Es gibt im Deutschen einfach zu wenige Wörter. Wenn ich Freundin und mögen schreibe ist das einfach zu zweideutig… Es ist ohnehin egal, weil er nix von mir wissen will.
Und wenn ich ehrlich bin, wünsche ich mir auch, dass seine Frau glücklich wird. Sie scheint mir auch kein glücklicher Mensch zu sein. Und auch wenn sie mir dies partout nicht glauben will: Ich wünsche den beiden, dass sie es schaffen und beide glücklich werden.
Da ist so viel passiert. Aber ich weiß, dass es für alles eine Heilungsmöglichkeit gibt. Nun, wirkliche Heilung gibt es nur bei Jesus, dass ist sicher. Und ich hoffe für die beiden, dass sie diesen Weg und Heilung finden. Ich kann für sie nur beten und hoffen. Und mir wünschen, dass sich das Verhältnis irgendwann normalisiert.
Wäre auch und besonders schön für Paul!!!
Ich freue mich jedenfalls, dass er nun die Chance bekommt seine Halbgeschwister, zumindest zwei davon kennenzulernen. Das ist echt toll!!!
Abgesehen dass mich die vielen Lügen sehr enttäuscht haben, war das Gespräch sehr wichtig für mich. Irgendwie fühle ich mich erleichtert. Schwierig zu erklären. Anscheinend ist es befreiend klarer zu sehen. Auch wenn es weh tut.